Rasen vertikutieren belüften

Rasenpflege

Rasen gesund erhalten durch belüften/vertiku­tieren

Vertiku­tieren
Rasenpflege für Profis

Rasenpflege durch Vertikutieren

Belüftung des Rasens mit anschlie­ßender Entfernung der Grasna­r­benreste

Vertiku­tieren mit Vertiku­tierern von Stihl & Sabo

Vertiku­tieren bedeutet vertikales Schneiden oder Anritzen des Rasenbodens und der Grasnarbe. Der Boden wird von Filz und Unkraut befreit und bekommt dadurch wieder mehr Luft. Rasen, der regelmäßig vertikutiert wird, sieht schöner aus, ist gesünder und wächst besser. Die richtige Jahreszeit zum Vertiku­tieren ist der Frühling.

Der Boden sollte trocken sein und die Temperatur sollte nicht weniger als 10 Grad Celsius betragen.

Hinweis: In Hitzepe­rioden sollte nicht vertikutiert werden.

Im Spätsommer kann man zum zweiten mal Vertiku­tieren, dann aber etwas weniger intensiv. Nach dem Vertiku­tieren ist es sinnvoll, eine gute Düngung und Besandung vorzunehmen.

Vertiku­tierer von Stihl


Stihl RL 540

Stihl RL 540

1|4

Antriebsart: Benzin-Antrieb
Schnitt­breite 38 cm
Empfohlene Rasenfläche bis: 2.000 m²

Stihl RLE 240

Stihl RLE 240

2|4

Antriebsart: Elektro-Antrieb
Schnitt­breite 34 cm
Empfohlene Rasenfläche bis: 500 m²

Stihl RLE 540

Stihl RLE 540

3|4

Antriebsart: Elektro-Antrieb
Schnitt­breite 38 cm
Empfohlene Rasenfläche bis: 800 m²

Stihl RLA 240

Stihl RLA 240

4|4

Antriebsart: Akku-Antrieb
Schnitt­breite 34 cm
Empfohlene Rasenfläche bis: 1.000 m²

Sabo-Vertiku­tierer


Sabo 45-220

Sabo 45-220

1|3

Antriebsart: Benzin-Antrieb
Schnitt­breite 45 cm
Empfohlene Rasenfläche bis: 4.000 m²

Sabo 38-BV

Sabo 38-BV

2|3

Antriebsart: Benzin-Antrieb
Schnitt­breite 38 cm
Empfohlene Rasenfläche bis: 1.500 m²

Sabo 35-V EL

Sabo 35-V EL

3|3

Antriebsart: Elektro-Antrieb
Schnitt­breite 35 cm
Empfohlene Rasenfläche bis: 700 m²

Rasen ist nicht einfach nur Rasen

Vertikutiergut

Das Ergebnis des Vertiku­tierens

Es gibt kaum eine Pflanzen­gattung, der so viel abverlangt wird, wie den diversen Gräsern. Immer wieder werden sie “getreten” und sollen trotzdem unser Auge erfreuen. Der Rasen hat vielfältige Aufgaben. Mal dient er als Parkrasen, Liegewiese, Spielbelag oder als Begründung von Verkehrs­inseln. Und dann gibt es natürlich noch den hausnahen Rasen, der oft zum Spielen hinhalten muss.

Rasen als Lebensraum

Der Rasen besteht aus vielen verschiedenen Einzel­gräsern, die nicht nur grün und frisch aussehen, sondern auch das Mikroklima durch Photosyn­the­se­leistung entsprechend verbessert. Er bietet zudem Lebensraum für zahllose Tiere und Kleinst­le­bewesen.

Vorteile eines gesunden Rasens

Gesunder Rasen hat viele Vorzüge, er ist ein wichtiger Sauerstoff­pro­duzent.
Schon 300 m² gesunder Rasen liefert in der Wachstumszeit genug durchschnitt­lichen Sauerstoff für eine vierköpfige Familie.

Aufbau einer Graspflanze

Aufbau einer Graspflanze

Die Wurzeln

Die Wurzeln sind das unterir­dische Zentrum der Graspflanze. Der Triebgrund ist die Zentrale, über diesem entwickelt sich die Pflanze mit mehreren Blättern.

Die ober- und unterir­dischen Ausläufer

Seitlich bilden sich Nebentriebe, je nach Grasart als oberir­dische oder unterir­dische Ausläufer. Die Nebentriebe sind für das Wachstum in die Breite und die Dichte des Rasenteppichs zuständig. Mähen Sie zu tief, verletzen Sie den Triebgrund und die Pflanze stirbt ab.

Sorgfältiges, vorsichtiges Mähen und Vertiku­tieren mit hochwertigen Geräten pflegt den Triebgrund und fördert ein gesundes Wachstum.

Der Rasenka­lender


Frühling

Säubern Sie den Rasen mit einem Rechen, Laubsauger oder einem entspre­chenden Rasenmäher von abgestorbenen Blättern und Pflanzen­resten aus Bäumen und Sträuchern. Sobald sich der Boden auf 10 Grad Celsius erwärmt und das Graswachstum wieder eingesetzt hat, können Rasenlücken nachgesät werden. Auch eine Düngung hilft dem Rasen, schnell wieder kräftig zu wachsen und zu grünen, falls Sie nicht schon im Vorjahr durch kontinu­ier­liches Mulchen einen Nährstoff­vorrat angelegt haben.

Etwa im April kann mit dem Vertiku­tieren abgestorbenem Materials begonnen werden. Durch das Vertiku­tieren wird Luft und Platz in die Grasnarbe gebracht. Blumen­inseln sollten erst nach der Blüte gemäht werden, damit sich die Samen aussäen können. An diesen Stellen sollten Sie auch nicht düngen, damit im nächsten Jahr die Blumen wieder blühen.

Sommer

Das Gras braucht jetzt regelmäßig Wasser. Also heißt es, den Rasen regelmäßig wurzeltief zu bewässern. Hier ist es besser, weniger oft (maximal zweimal die Woche), dafür aber mit umso mehr Wasser (ca. 20 Liter je m²) zu verwenden. Sollten Sie nicht mulchen, verabreichen Sie Ihrem Rasen einen Sommer­dünger. Während Hitzepe­rioden sollte das Gras länger stehen gelassen werden (ca. 5 cm). Mähen Sie dann bei trübem Wetter.

Sollten Sie einige Zeit im Sommer Ihren Rasen nicht gemäht haben, vermeiden Sie, möglichst viel Gras mit einem Schnitt zu schneiden. Mähen Sie besser in mehreren Durchgängen, zuerst mit höchst­mög­licher Schnitt­stellung, dann können Sie etwas tiefer gehen. Desweiteren können Sie Unkraut im Rasen ausstechen und eventuelle Lücken im Spätsommer nachsäen, damit das Gras im Herbst noch gut anwachsen kann.

Herbst

Nun sollte der Rasen regelmäßig wurzeltief bewässert werden. Sofern Sie mulchen, entfällt für Sie der Herbst­dünger.

Vor dem Winter sollte der letzte Schnitt so spät als möglich durchgeführt werden, das Gras dann auf 3 – 5 cm Länge mähen. Nun können Sie nochmals hartnä­ckiges Unkraut ausstechen.

Zwiebel­blumen wie Krokusse, Hyazinthen und Tulpen als Farbtupfer fürs Frühjahr werden nun auch gesetzt. Entfernen Sie das Laub noch vor dem Winter, am besten macht sich hier ein Rasenmäher mit Laubsaug­funktion.

Zum Frühjahr nächsten Jahres, darf man sich nun auf einen schönen und gesunden Rasen freuen.

So legen Sie richtig neuen Rasen an

Stihl Motorhacke im Einsatz

Motorhacke Stihl MH445 im Einsatz

Der Untergrund sollte das richtige Verhältnis aufweisen. In schlechtem Boden kann kein schöner Rasen wachsen. So muss lehmiger und toniger Boden mit Sand und Torf aufgelockert und getrocknet werden. Ist der Boden zu sandig, trocknet der Boden aus. In diesem Fall wirkt die Zugabe von Torf und Kompost. Damit wird das Wasser­hal­te­vermögen verbessert. Saurer Boden benötigt die Zugabe von Kalk. Dies beugt auch der Moosbildung vor.

Im ersten Schritt muss der Boden gelockert werden. Dies funktioniert am Besten mit einer Motorhacke oder Fräse. Wurzeln und Steine sollten entfernt werden. Dann muss bei Bedarf Torf oder Sand zugegeben und verrecht werden. Nun muss sich der Boden rückver­dichten. Dies kann man mit einer leichten Walze beschleunigen. Dies verhindert spätere Uneben­heiten. Danach werden unebene Stellen mit einem Rechen ausgeglichen. Damit Grassamen optimal anwachsen können, muss der Boden feinkrümelig sein.

Die Aussaat

Rasenaussaat

Um die Rasen-Saat gleichmäßig zu verteilen, verwendet man am Besten einen Streuwagen. Es bietet sich an, Grassamen mit Startdünger zu mischen. Hier sollte man darauf achten, dass nicht zu viele Samen eingebracht werden. Denn zu dichte Graspflanzen behindern sich gegenseitig. Lieber weniger säen, ca. 15 bis 20 g/m². Wer hat, kann eine Gitterwalze nutzen, um das Saatgut maximal 1 cm tief in den Boden einzubringen. Damit die winzigen Rasenkeimlinge nicht austrocknen, wässert man die obere Bodenschicht mit möglichst feinem Sprüher und kleinen Tropfen.

Optimal zum Aussäen der Grassamen ist der Herbst, weil dann genug Regen fällt und der Boden noch die Wärme vom Sommer gespeichert hat, denn erst ab einer Bodentem­peratur von mindestens 10 Grad Celsius keimt das Saatgut. Hat die Keimung erst einmal begonnen, darf der Boden nicht mehr austrocknen. Bei guten Saatmi­schungen reichen 15 bis 20 g/m² für einen dichten Rasen aus. In den ersten Wochen versorgt Starter­dünger die jungen Graspflanzen mit Nährstoffen. Dies führt zu einer Bildung von kräftigen Wurzeln und Trieben.

Auf die richtige Saatgut­mi­schung kommt es an

Es ist nicht damit getan, einfach eine Grassaat­mi­schungen zu kaufen, nicht jede Graspflanze ist für jeden Ort geeignet. Nutzzweck, Ort und Boden sind ausschlag­gebend.

Der Rasen rund ums Haus muss sehr belastbar und pflege­leicht sein. Hierfür geeignet sind Grasmi­schungen aus Weidelgras, Wiesenrispe und Rotschwingel. Die schmal­blättrigen Weidel­gräser wachsen schnell und sind trittfest, werden aber nicht so dicht wie die sehr belastbaren und langsam wachsenden Wiesen­rispen, welche sehr belastbar sind und sich gut fürs Mulch-Mähen eignen. Und die feinblättrigen Rotschwingel vertragen Schatten.

Den Rasen regelmäßig bewässern

Regelmäßig Mähen

Durch regelmäßiges Mähen wird das Gras schön dicht, denn die Gräser bilden Seiten­triebe, Ausläufer und Blätter. Starker Graswuchs führt auch dazu, dass Unkraut verdrängt wird. Mähen Sie den Rasen auf 3,5 bis 5 cm (im Schatten maximal 5 cm), ist der Rasen kürzer, führt dies zur Ausdünnung der Rasennarbe. Je nach Region muss der Rasen einmal die Woche gemäht werden. Hier ist darauf zu achten, dass das Rasenmä­her­messer immer gut geschärft ist. So wird das Schnittbild schöner und die Arbeit fällt leichter.

Gießen

Da Gras zu 80 % aus Wasser besteht, muss ihm regelmäßig Flüssigkeit zugeführt werden. Der Bedarf hängt von der Temperatur und vom Boden ab. Bei Trockenheit sollte der Rasen ein- bis zweimal pro Woche beregnet werden.

Wenn Sie sich unsicher sind, ob Ihr Rasen feucht genug ist, machen Sie eine Probe. Stechen Sie mit einem Spaten einen Rasenziegel aus, ca. 15 cm tief. Ist die Erde durchgehend feucht, erhält Ihr Rasen genug Flüssigkeit.

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